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SFB 876: VERFÜGBARKEIT VON INFORMATION DURCH ANALYSE UNTER RESSOURCENBESCHRÄNKUNG

Der SFB 876 befasst sich mit verschiedenen Facetten der Datenverarbeitung – von der Analyse riesiger Datenberge, über Energieeffizienz von Kleingeräten bis hin zur intelligenten Vernetzung von Sensordaten. Denn im »Petabyte-Zeitalter« (ein Petabyte sind eine Billiarde Bytes) steht dem Vorhandensein einer solchen Datenfülle eine sehr begrenzte Verfügbarkeit von Information gegenüber. Wie findet man in dieser Datenflut die Information, die man braucht? Die jetzt vorhandenen Datenmassen erfordern neue Methoden der Datenanalyse. Man kann nicht mehr davon ausgehen, dass Daten an einem Ort dauerhaft gespeichert sind. sie sind auf verschiedene Orte verteilt und strömen in Rechner oder durch Rechner hindurch.

 

Moderne Mobiltelefone (SmartPhones) leiten sehr viele Daten durch, wenn man telefoniert oder im Internet surft. Diese Dienste kosten aber Energie. Das merkt man an den kurzen Batterielaufzeiten. Der SFB 876 entwickelt Algorithmen, die weniger Energie verbrauchen indem sie sich an das Nutzungsverhalten anpassen: selten benutzte Dienste sollen in den Hintergrund verlagert und häufige vorbereitet werden.

 

Zusätzlich zu den Alltagsgeräten gibt es auch Spezialsensoren, die mit Intelligenz ausgestattet werden sollen.  Fabriken messen beispielsweise an vielen Stellen die Parameter ihrer Produktion. Am Ende der Fertigung wird dann die Qualität des Produktes überprüft. Wenn das Produkt erst am Ende ausgeschieden wird, sind bereits Ressourcen vergeudet worden.  Wenn aber anhand der Messungen direkt festgestellt wird, dass dieses Werkstück nicht mehr die gewünschte Qualität erreichen wird, kann es sofort ausgeschleust werden.

 

Ziel des SFB 876 ist es, aus immer größeren Datenmengen Informationen zu gewinnen – und zwar zeitnah, ohne großen Energiebedarf und direkt vor Ort. Hierzu arbeiten die Fakultäten Informatik, Statistik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Physik mit zwei Lehrstühlen der Universität Duisburg-Essen sowie dem Dortmunder Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) und der Dortmunder Firma B&S Analytik zusammen. Prof. Katharina Morik, Inhaberin des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz der TU Dortmund, koordiniert als Sprecherin die 12 Einzelprojekte des neuen Sonderforschungsbereichs, in denen 19 Professorinnen und Professoren und etwa 60 wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten. Die DFG fördert den SFB 876 zunächst für vier Jahre mit circa sieben Millionen Euro.

 

 

 

Zur Homepage des SFB 876

http://sfb876.tu-dortmund.de/index.html